So richtig glatt geht der Heiligabend ja selten.
Also zumindest bei mir.
Umso mehr liegt mir daran, dass wenigstens meine Romancharaktere ein schönes Weihnachtsfest feiern können – und das können sie auch. Freut euch auf die Fortsetzung von „Charlys Adent“ mit „Charlys Raunächten“ – daran schreibe ich gerade. Sie werden im kommenden Jahr rechtzeitig erhältlich sein und die weihnachtlichen Abenteuer abrunden.
Aber bleiben wir noch ein wenig in der Gegenwart, bevor wir uns (im nächsten Beitrag) mit Rückschau und Ausblick beschäftigen:
So langsam bekrabbele ich mich wieder. Arbeitgeberfreundlich warf mich der grippale Infekt am ersten Tag des Jahresendurlaubs nieder und verhinderte effektiv die letzte Runde des zugunsten der öffentlichen Präsentation von „Charlys Advent“ vertagten Schmückens. Nun ja, nach „außen hin“ sieht es schon seit geraumer Zeit weihnachtlich aus. Innen geht ja zum Glück niemanden etwas an.
Der kleine Baum im Wohnzimmer ist, am Heiligabend um halb fünf noch immer ungeschmückt und steht schief. In Motorradkreisen nicht schlimm, da hat er eben Schräglage. Immerhin mehr als ich dieses Jahr zusammenbekommen habe. Genauso wie der Baumschmuck steht noch die Hälfte der weihnachtlichen Deko irgendwo im Schrank. Die Plätzchendose gähnt leer, zum Backen bin ich nicht mehr gekommen. Zu Füßen des Bäumchens tummeln sich Einwickelpapier, Schere und Klebestreifen rund um die dreieinhalb Verlegenheitsgeschenke. Weihnachten kommt doch immer so plötzlich.
Der Baum im Wintergarten immerhin steht, ein wunderlich Exemplar mit verkrümter Spitze, nachdem ihm der ursprüngliche Leittrieb irgendwann abhanden kam. Ich habe fast alle der billigen Weihnachtsmarktkugeln daran untergebracht, allein, die Beleuchtung funktioniert nicht:
Der Stecker baumelt am seidenen metallenen Faden. Keine Ahnung, wer dran war, ob Katze oder nur ein unglücklicher Knick … ich jedenfalls habe daraufhin Wohnung putzen und Baum anputzen sein gelassen – mir einen Eierlikör eingegossen und angefangen, diesen Beitrag zu schreiben.
Nicht mal diese Freude ist mir vergönnt. Ich vergaß, dass der grippale Infekt Geruchs- und Geschmackssinn großzügig kompromittiert hat und ich seither Nahrungsmittel nur identifizieren kann, wenn ich vorher gesehen habe, was ich esse. Ansonsten schmecken Bratwurst und Stollen erstaunlich gleich – nach nichts.
Genug der langen Rede (ich will schließlich auch im Wohnzimmer noch einen geschmückten Baum haben, bevor der Heilige Abend vorbei ist) – ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen – und natürlich auch jenen, die es noch werden wollen – frohe und besinnliche Festtage, wem es ähnlich geht wie mir, baldige Genesung und – falls wir uns nicht mehr lesen sollten – ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2026!
