Schnee ab Haustür! Das muss genutzt werden!
Die vortags angelegte Loipe allerdings war schon wieder verweht. Nochmaliges anstrengendes Spuren war angesagt und so reichten die Kräfte nur bis in den Königshainer Wald. Immerhin, möchte ich sagen, das letzte sportliche Unterfangen dieser Art ist mangels weißer Unterlage zum nutzbaren Zeitpunkt ein paar Jährchen her.
Auf dem Rückweg merke ich dann auch, was mir auf dem Hinweg gar nicht auffiel: Auf einmal habe ich Gegenwind – und meine Spur ist vielerorts erneut verweht. Das letzte Stück allerdings liegt, sacht abwärts geneigt, windgeschützter und meine Hoffnung auf echten Lamglaufgenuss steigt …
… und findet ein jähes Ende
Da hat sich doch jemand über meine angelegte Loipe gefreut – und ist statt mühselig auf dem Weg selbst Spuren anzulegen, dem von mir bereiteten Weg quer übers Feld gefolgt. Nur leider nicht mit Langläufern, sondern zu Fuß. Meine Loipe ist dahin und mit ihr das schöne Gleiten.
Ich weiß nicht, ob ich mich mehr über die zerlatschte Loipe ärgern soll – oder mich freuen, dass ich Unbekannten den Weg erleichtert habe. Die Überlegung, ob neues Spuren oder das Beste aus der zerstörten Loipe zu machen sei, führt die Wahl auf Letzteres. Das Ende ist absehbar und lässt allenfalls noch eine weitere Nutzung der Loipe zu, bevor der Schnee fast über Nacht verschwinden wird.
Ein kleiner bitterer Nachgeschmack aber bleibt:
Wie viel Achtung haben wir vor den Spuren unserer Mitmenschen, die wir tagtäglich kreuzen?
